Fink's Sturm-ABC

Unser Sturm-ABC

DAS STURM-ABC

Wissenswertes über unseren BioSturm

Sturm ist ein lebendiges Naturprodukt. Er gärt weiter, verändert sich laufend und braucht daher eine etwas andere Behandlung als fertiger Wein. Dieses ABC soll die wichtigsten Fragen rund um Lagerung, Verkauf und Umgang mit unserem Sturm schnell und unkompliziert beantworten.

 


 

A – Alkohol

Sturm enthält bereits Alkohol. Der Alkoholgehalt steigt während der Gärung laufend an, weil die Hefen den natürlichen Zucker der Trauben in Alkohol und Kohlendioxid umwandeln.

Je weiter die Gärung fortgeschritten ist, desto weniger süß und desto alkoholreicher schmeckt der Sturm.

B – Beginn der Gärung

Sturm ist teilweise gegorener Traubenmost. Die Gärung hat bereits begonnen, ist aber noch nicht abgeschlossen.

Genau das macht seinen besonderen Charakter aus: Sturm ist kein fertiger Wein, sondern befindet sich mitten in seiner Entwicklung und verändert sich dabei von Stunde zu Stunde.

C – CO₂ / Kohlendioxid

Bei der Gärung entsteht Kohlendioxid. Dieses sorgt für das typische Prickeln und Schäumen und ist auch der Grund, warum Sturmflaschen nicht luftdicht verschlossen werden dürfen.

D – Druck

Sturm gärt auch in der Flasche weiter. Dabei entsteht ständig Kohlendioxid und damit Druck.

Wichtig: Sturmflaschen niemals gasdicht verschließen! Auch beim Transport sollten die Flaschen unbedingt aufrecht stehen.

E – Ende der Gärung

Mit fortschreitender Gärung wird der Sturm immer trockener. Ist der vorhandene Zucker weitgehend vergoren, entwickelt er sich in Richtung Jungwein.

Sturm ist deshalb ein Produkt, das sich von Tag zu Tag verändert.

F – Flaschen

Unsere Sturmflaschen sind so verschlossen, dass das während der Gärung entstehende Kohlendioxid entweichen kann.

Die Flaschen daher immer stehend lagern und transportieren und keinesfalls hinlegen!

G – Gärung

Die Gärung ist ein natürlicher Vorgang: Hefen wandeln Zucker in Alkohol und Kohlendioxid um.

Die Geschwindigkeit der Gärung hängt stark von der Temperatur ab:

wärmer = schnellere Gärung
kühler = langsamere Gärung

H – Haltbarkeit

Sturm hat kein fixes „Geschmacksdatum“. Da er weitergärt, verändert sich sein Geschmack ständig.

Je nach Temperatur kann ein süßer Sturm innerhalb weniger Tage deutlich trockener werden. Deshalb empfehlen wir einen raschen Verkauf und eine durchgehende kühle Lagerung.

I – Inhalt / Bodensatz

Sturm ist ein naturgemäß trübes Produkt. Trub und ein gewisser Bodensatz sind kein Qualitätsmangel. Die Trübung entsteht unter anderem durch Hefen und natürliche Bestandteile des Traubenmostes.

J – Jungwein

Wenn die Gärung weitgehend abgeschlossen ist, verliert der Sturm seinen typisch süß-fruchtigen Charakter und entwickelt sich zum Jungwein.

K – Kühlung

Sturm möglichst immer gekühlt lagern. Die Kühlung verlangsamt die Gärung und damit die geschmackliche Veränderung des Produkts.

Wird Sturm längere Zeit warm gelagert, kann er innerhalb kurzer Zeit wesentlich trockener werden.

L – Lagerung

Für die Lagerung gelten drei einfache Regeln:

KÜHL – STEHEND – NICHT LUFTDICHT VERSCHLIESSEN

Die Flaschen sollten möglichst wenig unnötigen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden.

M – Mindesthaltbarkeit

Sturm unterscheidet sich von vielen anderen Getränken dadurch, dass er sich während der Lagerung weiterentwickelt. Es gibt daher kein "Mindesthaltbarkeitsdatum", weil Sturm sich von Stunde zu Stunde verändert, bei höherer Temperatur (Zimmertemperatur) schneller oder im Kühlschrank langsamer.

N – Naturprodukt

Sturm ist ein lebendiges Naturprodukt. Farbe, Trübung, Süße, Kohlensäure und Gärintensität können unds ollen sich deshalb verändern. Auch zwischen verschiedenen Abfüllungen können natürliche Unterschiede auftreten.

O – Öffnen

Sturmflaschen vorsichtig und aufrecht öffnen. Durch die aktive Gärung kann sich Kohlendioxid im Produkt befinden. Eine warme oder zuvor stark bewegte Flasche kann beim Öffnen stärker schäumen.

P – Prost

Zuprosten und Anstoßen sollte man mit Sturm nicht. Einem alten Brauch zufolge stößt man mit dem jungen Wein das erste Mal zu Martini (11. November) an. Das gilt auch für Sturm. Manchen sage daher statt "Prost" beim Sturm einfach "Mahlzeit" ;-) 

Q – Qualität

Trübung, Hefesatz und Gäraktivität sind bei Sturm grundsätzlich natürliche Erscheinungen und kein Zeichen eines Qualitätsfehlers.

Bei ungewöhnlichem Geruch, Geschmack oder sonstigen Auffälligkeiten bitte im Zweifelsfall Rücksprache mit uns halten.

R - Rebsorte

Wie der Name schon sagt, ist unser Muskat-Sturm aus Muskat Ottonel-Trauben hergestellt, der Zweigelt-Sturm natürlich aus Zweigelt. Beim Fink`s Pink-Biosturm ist ebenfalls Zweigelt der Hauptanteil, je nach Verfügbarkeit ergänzt durch St. Laurent und/oder Blaufränkisch

S – Süße

Die Süße ist keine konstante Produkteigenschaft. Ein frisch abgefüllter Sturm kann noch sehr süß sein. Während der weiteren Gärung wird Zucker abgebaut – der Sturm wird zunehmend weniger süß und alkoholreicher.

Deshalb kann dieselbe Abfüllung einige Tage später deutlich anders schmecken.

T – Temperatur

Die Temperatur ist einer der wichtigsten Faktoren für die Entwicklung des Sturms.

Kühl: langsamere Gärung
Warm: schnellere Gärung

Am besten "haltbar" ist Sturm bei Lagerung unter 5°C.

U – Umfüllen

Sturm sollte möglichst in der dafür vorgesehenen Originalflasche bleiben. Beim Umfüllen können Hygiene, Kohlendioxid und Gärverhalten beeinflusst werden.

V – Verschluß

Bitte die Sturmflasche niemals dicht verschließen - das Kohlendioxid kann dann nicht entweichen und die Flasche könnte bersten!

W – Wärme

Wärme beschleunigt die Gärung deutlich.

Eine Flasche, die längere Zeit ungekühlt im Verkaufsraum oder im warmen Auto steht, kann sich deshalb wesentlich schneller verändern als eine gekühlte Flasche.

Sturm niemals längere Zeit im heißen Auto lassen.

X – X-mal anders

Sturm schmeckt nicht jeden Tag exakt gleich – und genau das gehört zu seinem Charakter.

Er entwickelt sich von süß und traubig über fruchtig-prickelnd bis hin zu deutlich trockener und weiniger.

Y – Young & fresh

Sturm ist ein junges, frisches Saisonprodukt und sollte auch so behandelt werden: frisch geliefert, kühl gelagert und möglichst rasch getrunken!

Z – Zucker

Der natürliche Traubenzucker ist der „Treibstoff“ der Gärung.

Die Hefen wandeln ihn nach und nach in Alkohol und Kohlendioxid um. Deshalb gilt:

mehr Restzucker = süßerer Sturm
fortgeschrittene Gärung = trockenerer Sturm

 


 

DIE 5 WICHTIGSTEN REGELN AUF EINEN BLICK

1. Sturm immer kühl lagern.

2. Flaschen immer stehend lagern und transportieren.

3. Sturmflaschen niemals luftdicht verschließen.

4. Sturm verändert sich täglich – Süße und Gärintensität sind nicht konstant.

5. Bei Fragen oder Auffälligkeiten lieber einmal mehr bei uns nachfragen.